Wertvolle Streuwiesen im Toggenburg

| Andrea Vieira

Unter den Streuwiesen ragt jene von Melchior Stauffacher aus Nesslau im Toggenburg hervor. Ein Teil seiner Blumenwiese dient als Rossheu und ein Teil als Streuwiese. Was in Stauffachers Wiese blüht, ist beachtlich: Es gibt gegen 30 verschiedene Arten. Darunter sind sechs selten. Dazu gehört die Mehlprimel, Wollgräser, das Sumpf-Herzblatt, der Alpenhelm (ein Sommerwurzgewächs), aber auch die Kugelorchis. Das gegenwärtige dramatische Insektensterben unterstreicht den Wert von artenreichen Blumenwiesen. Sie sind nicht nur eine Augenweide – ein Grund, für ihre Besitzer stolz zu sein – sondern sie leisten auch einen aktiven Beitrag gegen das Artensterben.

St. Galler Wiesenkönig erkürt
Fünf Mal haben der WWF, Pro Natura, das Landwirtschaftliche Zentrum Salez und der Bauernverband im Kanton St. Gallen Wiesenmeisterschaften durchgeführt. Dabei wurden praktisch alle Regionen berücksichtigt. Die Königin unter den Wiesen liegt im Weiler Lüsis oberhalb von Walenstadt. Kein Wunder wachsen soviele Blumen, wenn sie das tiefe Blau des Walensees erblicken.

Bild: WWF

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