Violons Barbares

Das Trio Violons Barbares.
| Andrea Vieira

Am kommenden Samstag, 23. September kommt das Trio „Violons Barbares“ ins Gasthaus Rössli in Mogelsberg. Musikfans dürfen diesen Auftritt auf keinen Fall verpassen.

Wer behauptet, in der Musik sei schon alles erfunden, hat Violons Barbares noch nicht gehört! Unter dem Namen VIOLONS BARBARES gehört das weltweit umjubelte Trio derzeit zu den besten und aussergewöhnlichsten Gruppen in der Weltmusikszene. Die drei Ausnahmemusiker sind ein akustischer und optischer Leckerbissen, der die vielen Konzertgäste in ferne, wilde Länder entführt und die stilistischen Grenzen zwischen Balkan-Volksmusik, Mongolen-Rock und Jazz-Impro einreisst. Eine Begegnung der Kulturen: Ein spezielles Trio, das da zusammen gefunden hat. Die mongolische Pferdekopfgeige Morin Khoor, dieses seltsam-sehnsüchtige Instrument, wird von Enkhjargal gespielt. Er ist zugleich ein extrem intensiver Sänger, dessen unglaubliche Stimmgewalt über fünf Oktaven, das vom Schamanen-Grollen bis zum atemberaubend virtuosen Obertongesang reicht und jedes Publikum in den Bann zieht – ohne jede Attitüde und esoterisches Beiwerk, einfach als Wunder der Natur. Dimitar Gougov spielt die Gadulka, ein bulgarisches
Saiteninstrument mit drei Melodiesaiten und elf Resonanzsaiten. Der Dritte im Bunde ist der Franzose Fabien Guyot, der auf einem abenteuerlichen Mix von Perkussionsinstrumenten die beiden Saitenvirtuosen antreibt. Ein Trio – barbarisch gut.

Weiter Klangraum

Welch eine Klangwelt steckt in den fünf Melodiesaiten! Mal hart rockend gestrichen, geschlagen, mal mit zarten Flageoletts und Obertönen spielend, wird ein ungeheuer weiter Klangraum aufgetan. Die Arrangements bewegen sich virtuos zwischen traditioneller Vorlage und jazzig-rockiger Freiheit. Die Stimmen haben wuchtige Auftritte. Und die Perkussion lässt mal schweben, tanzt durch gebrochene Balkanrhythmen oder lädt zu einem wilden Ritt durch die Steppen der Mongolei ein. Die Hälfte der Stücke stammt aus dem traditionellen Liederbuch der Mongolei und des Balkans. Einige Melodien hat Enkhjargal geschrieben, und sogar Jimi Hendrix hat kann hinter der Steppe auftauchen. Reservationen können unter http://roessli-mogelsberg.ch/events/ getätigt werden.

Janine Sennhauser

Kategorien: Magazin Musik